PRESSESTIMMEN

Zu dem Werk von Gemma Salem existiert mittlerweile ein beeindruckend umfangreiches Pressealbum. In Hunderten von Artikeln kaum je ein negatives Wort. In nahezu jeder Kritik finden sich Staunen über und Neugier auf diese Autorin.

Kurz gefasst hier einige Ausschnitte von Kritiken diverser europäischer Länder:


LE ROMAN DE MONSIEUR BOULGAKOV (1982 und 2003 Zulma, Paris)

Die erste Biografie Mikhail Bulgakovs; nominiert für den Medici Preis 1982, erschienen in Israel, Rumänien Nach der Lektüre von „Der Meister und Margarita” in den späten Siebzigern, hatte sich Gemma Salem derart in dessen Autor „verliebt“, dass sie mehr über ihn wissen wollte. Sieh an, es war weder eine Monografie noch Biografie zu finden, die Moskauer Archive waren geschlossen, niemand durfte in ihnen forschen. Somit begann eine eifrige Spurensuche, die dazu führte, dass Gemma Salem begann, Hunderte Bücher zeitgenössischer russischer Autoren zu lesen, sogar Stalin-Briefe! Manches Mal kam ihr dabei eine neue Information in die Hand und nach drei Jahren, hatte sie genug Material, um einiges über Bulgakovs Leben zu wissen, aber bei weitem nicht genug für ein ganzes Buch. Sie ließ sich daher von Bulgakov selbst inspirieren, der einst eine Molière-Biografie mit wenig Information allerdings sehr viel Vorstellungskraft verfasst hatte, sie füllte die „Lücken“ mit ihrer eigenen Phantasie und heute, mittlerweile gibt es 40 Biografien Bulgakovs weltweit, wird diese erste von Russen und Spezialisten als die lebendigste und authentischste angesehen.

«Zwanzig Jahre nach der Erstausgabe zeigt dieses Portrait des großartigen Bulgakov keine Falten und strahlt noch immer mit Leidenschaft.»
Le Figaro, Februar 2003

« Respekt für ein tiefgründiges Werk, mit feiner Psychologie und immer auf demselben Niveau, auf dem sich jener bewegt, dem es gewidmet ist.»
Le Généraliste, Februar 2003


LA PASSION DE GIULIA (1984, Mercure de France) zur Zeit vergriffen.

Der Erfolg ihres Erstlingswerkes ermöglichte Gemma Salem, ihr zweites Buch in einem der angesehensten französischen Verlage heraus zu geben. Es ist ein Roman, mit dem Thema „Suche nach der Mutter“. Giulia trifft in Paris eine Russin, Sonja, bei der sie sich sofort gut und sicher fühlt. Von diesem Tag an versucht sie, Sonja in ihr Umfeld zu integrieren, aber Sonja ist eine oberflächliche Frau, mondän und eigennützig. Sie bringt Giulia beinahe dazu, sie zu töten. Dieser Roman ist Lawrence Durrell gewidmet, der ein Freund und Nachbar während der letzten zwölf Jahre seines Lebens war, und somit spielt der zweite und beeindruckendste Teil des Romans im Hause dieses berühmten irischen Schriftstellers im Süden Frankreichs. Der erste Teil spielt im Quartier Latin, in dem Gemma Salem seit 1979 lebt.

«In seiner Darstellung geistiger Grausamkeit ist dieser Roman ein Meisterwerk.»
Marie-Claire, Juni 1984

«Sollten wir je tatsächlich Leidenschaft mit Wahnsinn vergleichen : Gemma Salem zeigt dessen lodernde Schönheit.»
Le Monde, April 1984


LES EXILES DE KHORRAMSHAHR (1986, Flammarion)

1983 wurde Khorramshahr von Saddam Hussain’s irakischen Bomben. In den fünfziger Jahren hatte Gemma Salem in diesem kleinen Hafen im Persischen Golf gelebt, sie schreibt diesen Roman als Erinnerung an ihre Kindheit. Wir folgen der Hauptfigur, Kantor – und seiner unerfüllbaren Liebe zu Juliette, einer verheirateten Frau – und erleben die kosmopolitische Gesellschaft, die nach der Vertreibung der Engländer aus dem Iran dort lebt. Wir sind Zeugen der heißen Tage in Teheran, als die Tudehs revoltieren und der Schah mit Soraya nach Rom flieht. Diese Erzählung ist sehr farbenfroh, selbst in der Behandlung tiefenpsychologischer Themen. Dies könnte zu einem großen Film gestaltet werden – voll Gefühl, Vergnügen und mit großer Resonanz.

«Die Art, wie Gemma Salem eine Geschichte aufbaut, um sie sichtbar zu machen, mit größter Objektivität und Genauigkeit aber ohne jegliche Effekthascherei stellt sie in mehrfacher Hinsicht auf eine Stufe mit Steinbeck. Dieses Buch ist nicht nur geschrieben, es ist “gefilmt”, da es sichtbar wird und jeder Charakter letztendlich analysiert ist. Einfach ein großer Roman.»
Le Monde, August 1986

«Die Klarheit der Vorstellungskraft, die Schnelligkeit und Sicherheit des Schreibens haben Gemma Salems Leser seit ihrem ersten Buch in Bann gezogen. Dieser neue Roman zeigt womöglich noch mehr tiefes Verstehen und “Ahnen” der Menschen. Die kosmopolitischen Charaktere, die in Khorramshahr, einem Hafen am Persischen Golf, leben oder überleben sind so wahr, so faszinierend gegenwärtig, dass man sie treffen oder anrufen können möchte. »
Journal de Genève, April 1986


BETULIA (1987, Flammarion)

Bétulia ist ein verfallenes Haus in der Mitte eines verlassenen Parks, mitten in Lausanne. Leon ist hergekommen, um bei seinem Vater, einem kalten und distanzierten Mann zu leben. Die meisten Menschen, die in Bétulia leben, sind Fremde, Außenseiter, die nicht ernsthaft willkommen sind in der ordentlichen und sauberen Schweiz. Trotz ihrer originellen Lebensweise und manchmal schwierigen Persönlichkeit werden sie die Leon am nächsten stehenden Menschen. Leon lernt, indem er sie beobachtet, was er vom Leben erwartet und zum Leben braucht.. In spite of their original way of life and sometimes difficult character, they become the nearest people to Leon who, by watching them, learns what he needs about life. Gemma Salem lebte zehn Jahre in Lausanne, drei davon in Bétulia. Dieses Buch erhielt eine Unmenge Presseartikel, besonders in der Schweiz. Dies ist wohl ein Zeichen dafür, dass die Schweizer über sich selbst lachen können#

«Tatsächlich stellt « Bétulia » eine Anomalie in dieser untadeligen Schweiz dar. „Hierher kommt niemand lebendig zurück!“ schreibt Gemma Salem. Ist dieser Satz als Kritik anzusehen an dem Land mit dem reinsten Gewissen oder ist er als Kainsmal anzusehen und als solches verstanden zu werden? Gemma Salem, die hier ihre Stimme einem Jungen leiht, nimmt sich jedenfalls kein Blatt vor den Mund.
Le Monde, Juni 1987

«Von der ersten bis zur letzten Zeile unterliegen die Gefühle einer derart intensiven Selbstkontrolle – ohne je zu versagen –, dass wir die wunderbare Wirklichkeit dieses Romans nicht anzweifeln können.»
Le Magazine Littéraire, July 1987


LETTRE À L´HERMITE AUTRICHIEN (1989, La Table Ronde)

nominiert für den Colette-Preis 1989
auf Deutsch: BRIEFE AN THOMAS BERNHARD (1991, Löcker Verlag)
Aus dem Französischen von Sybille Kurt

Als Gemma Salem die Bücher von Thomas Bernhard entdeckte, wuchs ihre Faszination und wurde so stark, dass sie nicht mehr schreiben konnte und ihre Gesundheit zwei Jahre lang beeinträchtigt war. Im Herbst 1986 entschied sie dann, österreich und die Plätze, an denen T.B. gelebt hat, zu besuchen – in der Hoffnung, dass sie durch diese Reise zu einem normalen Leben zurückfinden werde. Doch es wurde schlimmer. Im Herbst des folgenden Jahres kehrte sie nach österreich zurück, um in Ohlsdorf zu leben und wieder zu schreiben. überraschender Weise traf sie T.B. und er zeigte sich sehr freundlich. Sie war jedoch zu bewegt von der unerwarteten Begegnung und kehrte verstört nach Paris zurück. Ein Jahr später schrieb sie diesen aufrichtigen Brief, um T.B. ihre Erfahrungen seit der Entdeckung seiner Literatur mitzuteilen. Er erhielt das Buch – und las es – zwölf Tage vor seinem Tod. Brief an Thomas Bernhard hatte einen außergewöhnlichen Erfolg in Frankreich, sein Erscheinen auf Deutsch brachte Gemma Salem Hunderte außergewöhnliche Leserbriefe.

«Wir fürchteten die Botschaft eines exaltierten “Groupie”, aber beim Lesen diesen 170seitigen Briefes entdeckten wir ein sehr schönes Buch über namenlose Verzweiflung, über unerreichte Träume, aber auch wie die Kraft der Literatur ein Leben beeinflussen kann.»
L’Evénement du jeudi, Februar 1989

«Eines Tages beginnt sie ihre Pilgerfahrt: Wien, Gmunden, Salzburg… Sie lebt im Dorfe Thomas Bernhards, in dem alten Gasthaus, geschildert in „Frost“. Allein, verwirrt, eingeschlossen in ihre heimliche Leidenschaft nimmt sie jede Regung an diesem Orte wahr. Und der Zauber wird wahr: die Hingabe wird zu einem Buch.»
L’Hebdo, Februar 1989

« Ihr « Brief an Thomas Bernhard » erschien wenige Tage vor seinem Tod im Februar 1989 in Frankreich, liegt seit kurzem auf Deutsch im Wiener Löcker Verlag vor und sorgte sofort für Furore. Nicht nur, weil es einmal mehr um das österreichische Reizthema Thomas Bernhard ging, sondern vor allem, weil sich diese Frau kompromisslos der Gefahr ausliefert, verspottet zu werden. »
Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, August 1991

« Nicht über Thomas Bernhard ist hier Wesentliches zu erfahren (und rein menschlich betrachtet vor allem nichts Ruhmvolles), sondern über Gemma Salem, eine Schriftstellerin mit dem (oft verzweifelten) Mut zur Aufrichtigkeit. »
Wiener Zeitung, Juni 1991


L`ARTISTE (1991, La Table Ronde)

Schiller Preis 1991
nominiert für den Colette-Preis 1992

Auf 216 Seiten schildert hier Gemma Salem die andere Seite des „Brief an Thomas Bernhard“, die Seite derjenigen, die in den Spiegel blickt, ihre Gedanken, ihre Arbeit, ihre Lebenserfahrung, ihre Trennung von dem Mann, den sie liebte, ihre Meinung zu Musik, Malerei, Literatur. Sie schrieb das Buch während sie Tag für Tag Wien entdeckte, wo sie seit 1991 wohnt. Das Ergebnis ist „dem Künstler“ gewidmet, das ist „der, der mutig seinem eigenen Weg folgt“, und der Stadt Wien – und auch jenen Skrupellosen, die auf andere Art künstlerische Verantwortung zu tragen haben...

«Diesen Roman zu kommentieren wäre eine Beleidigung. Die Erfahrung eines Lebens hat nicht kommentiert zu werden, insbesondere wenn dieses Leben von Liebe und Feuer getragen ist, einzig der Kunst gewidmet. »
Contemporaines, Februar 1992

« Das sechste Buch von Gemma Salem ist wirklich bitter und großartig. Eine Hymne an die Klarheit.»
24 Heures, January 1992


THOMAS BERNHARD ET LES SIENS (1993, 2005, La Table Ronde)

nominiert für den Medicis-Preis Essay 1993

*Nach Thomas Bernhards Tod wollte Gemma Salem viele jener Menschen treffen, die er gekannt hat und insbesondere jene Charaktere, die er in seinen Büchern beschrieben hat und die noch lebten. Sie trauerte um ihn und musste einfach über ihn sprechen. Sie interviewte mehr als sechzig Menschen, Typen, Freunde, den Bruder, die Schwester, Nachbarn, Schauspieler, den Automechaniker, die Krawattenverkäuferin. Und sie notierte, was sie sagten. Manchmal sagen sie schreckliche Dinge über ihn, insbesondere, wenn sie sich in einem seiner Bücher angegriffen fühlten. Manchmal gaben sie einen Einblick in eine unerwartete Seite seiner Persönlichkeit, sogar in sein Werk. Natürlich ist ein persönliches Zeugnis nicht immer objektiv, aber aus sechzig verschiedenen Stellungnahmen kann nur die Wahrheit gefiltert werden. In diesem Buch enthüllt Gemma Salem die Persönlichkeit des unbekannten Vaters von Thomas Bernhard und stellt seine Halbschwester, die in Deutschland lebt, vor. (Näheres in „Alois der Taugenichts“)

« Gemma Salems Hingabe geht einher mit derartiger Klugheit, derartigem Humor und, recht oft, derartiger Grausamkeit, dass dieses Buch auch ein posthumes Werk von Thomas Bernhard sein könnte, vielleicht ein letztes Epitaph – gesandt vom Himmel.»
Télérama, April 1993

«Erheiternde aber kränkende Seiten, die direkt aus dem Universum Thomas Bernhards zu kommen scheinen.»
Libération, April 1993


« SCHUBERT » (1994, La Joie de lire) Dieses Buch ist vergriffen, aber es wird neu erscheinen, dismal mit Originalzeichnungen von Sempé.



MES AMIS ET AUTRES ENNEMIS (1995, Zulma)

« Inrockuptibles » Offizielle Auswahl

Hier sind 24 Portraits von Personen, die mit Gemma Salems Leben zu tun haben, von ihrer Kindheit in der Türkei, im Libanon und im Iran bis heute. Sie hat ihre Familie mit 17 Jahren verlassen und reiste und lebte in vielen europäischen Ländern, indem sie sich mit Aushilfsjobs durchs Leben schlug. In den Sechziger Jahren war es noch nicht üblich, dass Mädchen alleine reisen, nicht einmal viele Männer taten dies. Unter diesen Menschen, über die das Buch erzählt, ist ihr erster Freund, Nachbarn, ein Lehrer, die erste Liebe, ein besonderer Onkel, ein Chef, ein Transvestit, Freunde, von denen einige sehr berühmt sind. Der Titel bedeutet, Meine Freunde und andere Feinde. Jeder Mensch weiß, dass Freunde nicht leicht zu ertragen sind...

«Farah Diba als Basketball-Lehrerin, Schubert, Lawrence Durrell und viele andere, in diesem sentimentalen, intellektuellen und kosmopolitischen Buch (Beirut, Istanbul, Teheran, ganz Europa ohne einen Pfennig!)»
Libération, Februar 1995

«Dieses Buch erzählt von den Menschen, denen Gemma Salem in ihrem Reiseleben begegnet ist. Sie erzählt von ihren Freunden und ihren Feinden, allen, die ihr mit Takt begegneten, alle die sie mit ihrer Idiotie leiden ließen. Ihre Feder ist wie ihre Augen: tief, zärtlich, großzügig, sarkastisch und kein Erbarmen für die Dummheit. Langsam lesen und mit Genuss.»
Le Nouveau Quotidien, Februar 1995


L`OPALE DE SAINT-ANTOINE (2001, Zulma)

« Im Tabernakel der Kirche des Heiligen Anton in Wien liegt ein großartiger Opal. Die Heldin dieses Romans, Agnes, eine weise aber etwas ironische Französin, wird von ihrem Liebhaber geschickt, um den Opal zu stehlen. Als Dauergast in der Kirche erzählt sie dem Priester enorme Lügen und nach und nach darf sie den zwei alten Frauen, die üblicher Weise die Kirche putzen, helfen. Wien und seine Bewohner sind eigentlich Gegenstand der Beschreibung der Autorin. Dieser verhexende Roman bietet drei verschiedene Zugänge: Krimi, Wienbeschreibung, psychologische Gegenwartsstudie. Und Agnes ist einfach wunderbar.»
J-M. de Montremy (in La Croix)

«Dieses Buch ist eine Satire auf den Schelmenroman, bewundernswert auf unsere Gegenwart zugeschnitten. Seine Heldin wird zu einer Art weiblichen Don Quichot, für die der Opal die Windmühlen darstellt. Eine Lektüre voll Wagemut und Einfällen, geknüpft an einen großartigen Spaziergang durch Wien.»
Réforme, October 2001

«Mit viel Humor erzählt Gemma Salem, wie schwer es für eine Frau ist, alt zu werden. Hauptsächlich ist dieses Buch angereichert mit Schmunzeln, Zitaten, eine Hommage an den persönlichen Umkreis der Autorin. Schubert, Beethoven, Mozart, Brahms und einige andere, die Gemma Salem voran zu helfen scheinen und sie lebendig sein lassen. Ein Wunder, an dem sie versucht uns Teil haben zu lassen.»
Le Temps, September 2001


PRESSESTIMMEN zu Alois der Taugenichts

Mit Mimi Kilinger, Horst Heiß, Marion Rottenhofer, Karl Hoess und Gemma Salem
Buch/Regie: Gemma Salem

« … ein herausragender Abend »
Der Standard

« Das Stück kann als origineller und ungewöhnlicher Beitrag zum Bernhard-Jahr gelten ! »
Yumyum.cc

« Schöne Produktion »
ö1 gehört gehört

« Gemma Salem stellt in diesem Stück Bernhards « unbekannten » Vater auf die Bühne und beschreibt sein Leben »
Businesslife D5/Termine & Tips

« Das TiK befasst sich in seiner Aufführung von « Alois der Taugenichts » mit den Themen Freiheit und Bestimmung »
Berliner Zeitung/Tagestipp

« Eine wahre Geschichte, die Thomas Bernhard selber nie kennen lernte »
BerlinOnline

« Alois der Taugenichts ist eine Art letzter Gruß an den Dichter Bernhard »
Berlin Magazin

« Buch und Regie dieses viel versprechenden Abends stammen von Gemma Salem, die in französischsprachigen Ländern als Autorin und Regisseurin ziemlich bekannt ist. »
Dies&Das, Berlin

« Das Stück erzählt das Familiendrama der Alois Zuckerstätters im Deutschland der Kriegsjahre 1939-1941… Aber es ist auch lustig »
Berlin/Das Große Kultur Programm

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